Die Entwicklung des Hochfügen Hightrail Festival ist mit „kurzem Anlauf“ bemerkenswert, schließlich gingen bereits bei der dritten Auflage rund sechshundert Läufer aus 23 Nationen bei hochsommerlichen Bedingungen in Hochfügen an den Start. Mit dem HightrailRun, dem FunRun und dem MeinBezirk KidsRun bot das Festival sowohl Wettbewerbe für ambitionierte Läufer als auch für Freizeitsportler und Familien. Integriert waren dabei die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Trail Classic (Mountain Up & Down) auf der Gilfert-Runde mit 17,7 km und 1250 Höhenmetern.
„Mit Hochfügen haben wir einen Austragungsort gefunden, der sportlich höchsten Ansprüchen gerecht wird. Die Strecke forderte die Athletinnen und Athleten mit ihren anspruchsvollen Anstiegen und technischen Passagen und wurde gerade für diese alpine Charakteristik gelobt. Es war wahrlich ein beeindruckendes alpines Umfeld“, äußerte sich Michael Geisler, der Referent Trailrunning im Österreichischen Leichtathletik-Verband (ÖLV).
Mit Hans-Peter Innerhofer setzte sich im Kampf um den Staatsmeistertitel ein international renommierter Läufer durch. Nach 1:37:01 war der für den LC Oberpinzgau startende EM-Zwanzigste der diesjährigen Berg- und Trail-Europameisterschaften von Kamnik (Slowenien) als Erster im Ziel, musste allerdings bis zum Ziel um den im Jahr zuvor errungenen ÖLV-Titel erfolgreich verteidigen zu können, denn Wendelin Mörtendorfer folgte gerade einmal neunzig Sekunden dahinter auf Rang zwei. Felix Bleier folgte mit 1:42:38 auf dem Bronzeplatz.
Auch bei den Frauen gelang der letztjährigen Meisterin Isabell Speer eine erfolgreiche Titelverteidigung. Die Salzburgerin, übrigens auch als Zwanzigste bei der EM in Kamnik erfolgreich, musste wie auch bei den Männern Hans-Peter Innerhofer bis zum Ziel bangen, ehe sie nach 2:20:22 Stunden mit einem knappen 30 Sekunden-Vorsprung auf Eva Fohringer über den erneuten Titel jubeln durfte. Christina Kirk wurde Dritte in 2:25:09).
Auch beim Nachwuchs ging es um die ÖLV-Titel, dieser allerdings auf der 4-Almen-Runde über 7,5 km und 326 Höhenmetern. Matteo Albert (31:37) und Hannah Danzl (38:32) waren die Schnellsten in der U18 bzw. Ben Balik (31:18) und Sarah Ausserlechner (39:25) die der U20.
Auch die Veranstalter und der Tourismusverband konnten ein äußerst positives Resümee ziehen. „Dass wir bereits bei der dritten Auflage die Österreichischen Meisterschaften austragen durften, ist eine besondere Auszeichnung und bestätigt die Qualität des Hochfügen Hightrails Festivals. Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass sich bei uns nicht nur Athletinnen und Athleten wohlfühlen. Mit dem Hochfügen Hightrails Festival haben wir ein Angebot für all jene geschaffen, die gerne in den Bergen laufen“, sagte Manfred Pfister, Geschäftsführer der Ferienregion Fügen-Kaltenbach.
Neben den sportlichen Höchstleistungen stand auch in diesem Jahr wiederum das gemeinsame Erlebnis in den Bergen im Mittelpunkt. Während der HightrailRun konditionell und technisch alles von den Teilnehmern abverlangte, bot der FunRun eine kürzere Strecke, die sowohl einzeln als auch im Dreier-Team absolviert werden konnte. Beim KidsRun sammelten über 60 Kinder ihre ersten Trailrunning-Erfahrungen und sorgten dafür, dass das Hochfügen Hightrails Festival mit seinen unterschiedlichen Bewerben ein Event für die ganze Familie sein konnte.