Forst legt Hürden für eine Laufveranstaltung unzumutbar hoch

Werden künftig die Auflagen für Berg- und Trailläufe kaum zu erfüllen sein? – Der DonnersbergTrail zieht als erster Veranstalter die Konsequenzen und sagt die für den 25. April terminierte Veranstaltung ab

„Leider muss ich euch mitteilen, dass wir den DonnersbergTrail 2026 absagen müssen. Die Problematik liegt bei den zuständigen Behörden des Forstes und dem desolaten Zustand unseres Waldes“, so beginnt Uwe Rahm, der Vorsitzende des LC Donnersberg, seine Rundmail an die bereits gemeldeten LäuferInnen. Am 25. April waren insgesamt vier Laufstrecken 12 km/ HD 530 m, 21 km/ HD 900 m, 33 km/ HD 1300 m und 46 km/ HD 1950 m vorgesehen.

Und der LC Donnersberg-Chef erläutert ausführlich die Probleme: „Seit November 2025 kämpfen wir mit dem für den Donnersberg zuständigen Forstamt, bzgl. der Durchführung und des Gestattungsvertrages des Trails 2026. Uns ist aufgelegt worden, da es sich um eine organisierte Veranstaltung handelt, wie gewohnt für eure Sicherheit auf den Strecken im Wald zu sorgen.

Leider hat sich die Vorgehensweise zu den letzten Jahren kolossal geändert. Der Wald, die Bäume, im Donnersberggebiet haben sich sehr verschlechtert. Für den Forst ist der Wald und seine Qualität immer noch gut genug so wie er ist. Aussage Forstamt. Auch für einzelne Personen oder Familien gibt es keinerlei Einschränkungen. Anders jedoch bei einer Veranstaltung.

Hier muss für die Teilnehmer und deren Sicherheit ein mega Aufwand betrieben werden, nicht jedoch für den Einzelnen, oder für Familien. Diese werden weiterhin den Gefahren von umstürzenden Bäumen und herunterfallenden Ästen ausgesetzt. Wir sind nun verpflichtet die gesamte Wegstrecke, also ca. 60-70km, in Eigenregie zu sichern. Das heißt, wir müssten entlang unserer Laufstrecke zuerst alle Bäume links und rechts des Weges auf Sicherheit prüfen, sowie alle trockene Äste, die in den Baumkronen liegen, zur Fällung und Beseitigung markieren. Dies muss durch einen zertifizierten Gutachter geschehen, dessen Kosten wir als Verein tragen müssen. Im Nachgang müssen alle diese waldtypischen Gefahren auch auf unsere Kosten bereinigt werden. Eine finanzielle Maßnahme die niemals durch einen Verein, und noch dazu im Ehrenamt, zu stemmen ist. 

Auch die Ergänzung, dass jeder auf eigene Gefahr läuft, ist rechtlich nicht haltbar. Für uns, als Veranstalter, ein alsoluter Wahnsinn, nachdem wir schon so viel Herzblut und Zeit in unseren Trail gesteckt haben. 

Mit einer Hilfe des Forstes zur Beseitigung eventueller Gefahren im Baumbestand ist absolut nicht zu rechnen. Hierzu kann man laut deren Aussage keine Steuergelder verschwenden. Nur mal so zum Nachdenken: Was ist denn mit den hunderten Polizisten, die für die Sicherheit bei den Fussballspielen sorgen? Woher kommt denn da das Geld? 

Auf diese Art und Weise wird bei uns vieles an die Wand gefahren, was letztendlich allen Bürgern zu Gute kommen würde. Über den sozialen Gedanken, das Miteinander und gesellschaftichen Vorteile solcher Veranstaltungen möchte ich gar nicht sprechen. 

Schade, dass wir nicht gemeinschaftlich eine tragbare Lösung gefunden haben. So bleibt uns letztendlich nur einen Schlussstrich zu ziehen und den Trail abzusagen. 

Leider! Leider!“ Das ist gewiss nicht die einzige Veranstaltung, die künftig mit den hohen Hürden für eine Durchführung belegt werden wird. In unserem föderalen System wird es gewiss regionale, vielleicht sogar lokale Unterschiede geben. Bleibt zu hoffen, dass bei allen Diskussionen mit den Forstbehörden die gesundheitsfördernde Bedeutung der Outdoor-(Ausdauer-)Veranstaltungen im Vordergrund steht und machbare, nein zumutbare, Wege gefunden werden.